Neues aus Agaven

25. Juni 2021

Neues aus Agaven


Ein paar Neuigkeiten aus Mexiko sind eingetroffen.
Don Mateo de la Sierra ist die Marke der Familie Vieyra aus Pino Bonito, Morelia in Michoacan, die seit 1840 Mezcal produziert. Von ihnen hatten wir bisher nur den Mezcal von der Cupreata Agave - nun sind drei Neue dazu gekommen.
Ein Pechuga (Agave Cupreata) nach einem Rezept von Delia Vargas Vieyra, der Mutter des heutigen Brennmeisters Emilio Jr. Das Rezept enthält neben Früchten und Gewürzen auch Hirsch, Hase, Leguan und Truthahn.
Dazu kommt ein Mezcal der Agave «Alto», sowie einer der Agave «Manso» (auch Cenizo genannt).
Produziert wird mit zwei regional typischen Techniken: Der Spontangärung in Erdgruben, welche mit Eichenholzbalken eingefasst sind. Und einer Pot Still mit interner Kondensation aus Kupfer und Holzdauben, welche vor Ort als alambique filipino bezeichnet wird. 
Don Mateo ist Teil des Bat Friendly Projektes. Hier wird stets 5% aller Agaven einer Pflanzung das Austragen der Blüte ermöglicht, die von Fledermäusen bestäubt werden, die sich vom Nektar der Agave ernähren.
Ebenfalls neu in unserem Sortiment sind die Tequilas der Marke Cascahuin, welche seit den 50-er Jahren besteht. Sie brennen allerdings schon seit 1904 eigenen Tequila. Bei Cascahuín werden typische Tiefland-Tequilas produziert und das Gebiet gehört zu den ältesten Agavenanbauflächen in der Tequilaregion. Neben ihrer eigenen Marke wird hier auch Siembra Valles, die Marke von David Suro, produziert. Cascahuín verfügt über das Standard-Equipment einer mittelständischen Tequila-Brennerei: Der Kochvorgang erfolgt mit Wasserdampf in Mauerwerksöfen, sogenannten hornos. Zerkleinerung der Agaven mit roller mill. Es wird wahlweise mit und ohne Fasern in der Gärung gearbeitet. Um die traditionellen Methoden wieder aufzugreifen, wurde vor einiger Zeit eine tahona angeschafft, das traditionelle Mühlrad aus Vulkangestein, welches den Destillaten ein anderes Geschmacksprofil verleiht als die herkömmlichen Mahlverfahren. Alle Brände werden im Pot Still-Verfahren doppelt destilliert. 


17. Mai 2021

S.B.S. Rum


Wir sind sehr erfreut, dass wir ab sofort Importeur des dänischen «independent bottler» S.B.S. sind. die Mengen dieser Rum-Einzelfassabfüllungen sind streng limitiert und so finden jeweils nur wenige Flaschen den Weg in die Schweiz.


30. April 2021

Paranubes Añejo



Es sind sehr wenige Flaschen welche den Weg in die Schweiz gefunden haben - insgesamt 24 bekamen wir zugesprochen. Wenn man dann aber bedenkt, dass es für ganz Europa nur 252 gab, dann ist das gar nicht so schlecht.
Einer meiner absoluten weissen Lieblingsrums hat nun also einen gelagerten «Bruder» bekommen. Ob das bei einem so ausdrucksstarken Rum nötig ist, darf man sich fragen. Da aber vor allem wir Europäer gelagerten Rum lieben, ist die Entscheidung dazu sehr verständlich.
Das Fass wurde in Frankreich aus Limousin-Eiche hergestellt und war zuletzt aber mit wunderbarem Tequila von Siembra Valles befüllt. Das Experiment, finde ich, ist jedenfalls sehr gelungen.


Paloma Vermut

8. Februar 2021

Paloma Vermut


Als im Frühjahr in Dänemark der erste Lockdown ausgerufen wurde und wie bei uns, alle Gastronomiebetriebe schliessen mussten, fragte sich Barkeeper Carl Wrangel: «Was mache ich nur mit all dem Wermut?».
Neben seiner famosen «the barking dog» Bar, betreibt Carl auch noch das Wermut-Kaffee Paloma und ein Spirituosengeschäft. Seinen Hauswermut, den er sonst offen am Zapfhahn ausschenkt,  füllte er nun in Flaschen ab und hielt sich so finanziell etwas über Wasser.
Ich hätte die Produkte schon damals gerne bei uns im Laden gesehen, doch die Mengen sind klein und ein Transport hatte sich nicht gelohnt.
Nun konnten wir dem aktuellen Import der Copenhagen Distillery die Flaschen von Carl mitgeben. Wir sind also, neben seinem eigenem Laden in Kopenhagen, der einzige Ort an dem es die Paloma Vermut zu kaufen gibt. 
Neben dem süffigen Vermut de la Casa, sind dies Infusionen von Kaffee und von Kokosnuss. Was etwas ungewohnt klingt, ist sehr schmackhaft und macht sich auch in Cocktails gut. Ein Negroni mit den Coffee Vermut oder ein Rum-Manhattan mit dem Coconut bringen ziemlich Farbe in den tristen Homeoffice Alltag.


Neuigkeiten

16. Dezember 2020

Schweizer Winzerschnäpse


Da uns Schweizer Schnäpse schon immer am Herzen lagen, hatten wir vor einigen Jahren die Idee, befreundete Winzerinnen und Winzer um ihren Trester anzufragen, um diesen bei «Humbel» im Aargau zu brennen. Es ergab dies eine schöne Reihe sortenreiner Brände von fünf verschiedenen Traubensorten. Nun kommt, mit viel Verspätung, der zweite Teil dieser Geschichte in die Flasche – ein gemeinsamer Brand dieser fünf Trester. Zweigelt und Merlot aus Zürich (Nik Zeljkovic), Pinot Noir aus dem Aargau (Tom Litwan), Cabernet Jura aus dem Graubünden (Jörg Obrecht) und Marselan aus dem Tessin (Pauline & Caroline Kruseman). In Zeiten in denen unser schöner Föderalismus arg auf die Probe gestellt wird, tut so eine «Assemblage Cantonale» doch auch mal gut.

In den letzten Jahrzehnten haben sich sehr viele Schweizer Winzerinnen und Winzer mit ihren Weinen einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Die Zeiten sind definitiv vorbei als «flying winemakers» in der ganzen Welt herumjagten, um auch aus der zweifelhaftesten Lage noch eine Bombe von Wein zu zaubern. Manch ein Pinot Noir, Räuschling, Chasselas oder Merlot aus der Schweiz bekommt, dank hochstehender Qualität, seit einiger Zeit wieder den Respekt den er verdient.

Einige dieser jungen Winzerinnen und alteingesessenen Weinbauern machen auch selber Schnaps oder lassen solchen brennen. Denn wer Wein hat, hat auch Trester – und dieser ist bei einer schonenden Arbeit in Berg und Keller viel zu schade, um ihn einfach auf den Kompost zu werfen.

In unserem Sortiment ist unser eigene Marc also längst nicht das einzig Hochprozentige aus Schweizer Rebbergen.

Seit längerem bieten wir die Schnäpse von Stefan Herter aus Winterthur an. Er arbeitet im Rebberg sehr naturnah und bleibt im Keller stets neugierig und innovativ. Das ergibt ehrliche, konsequente Weine und dementsprechend auch Schnäpse. Sie entstehen aus Chardonnay, Pinot Noir und Riesling -Trester. Da auf seinem Land auch ein paar Fruchtbäume stehen, kommen auch noch selbstgebrannte Quitte und Birne dazu.

Etwas klassischer wird im altehrwürdigen Schlossgut Bachtobel im Thurgau gearbeitet. Ihre Pinot Noir Weine gehören zur nationalen Spitzenklasse. Gebrannt wird seit 200 Jahren mit den gleichen Gerätschaften und der Marc wird dann auch für gleich 15 Jahre in kleinen Eichenfässern und Glasballons gelagert. Hier verschmelzen Tradition und Moderne zu einem perfekten Marc Vieux.

Das Klettgau war lange Zeit nicht gerade die Region welche für ihre erstklassigen Weine bekannt war. Markus Ruch war das egal und er bewirtschaftet da seit 2007 seine eigenen Reben – biodynamisch und sehr naturnah. Dass er vor über zehn Jahren auch mal einen Weinbrand hat brennen lassen, wusste ich bis vor kurzem auch nicht. Wir konnten nun aber viele Flaschen davon einkaufen. Dies ist also eine Art «Schweizer Cognac» - elf Jahre gelagert und erst jetzt abgefüllt. Wunderbar und einzigartig.

Dazu kommen Brände vom Zürichsee und klassischer Grappa aus dem Tessin.

Damit auch die Zukunft interessant bleibt, haben wir in den letzten zwei Jahren wieder den Trester von Tom Litwan brennen lassen. Das steht aber alles noch unabgefüllt in unserem Lager und wird von der Zeit geschliffen. Für Nachschub an gutem Schweizer Marc ist also gesorgt.


Neuigkeiten

2. Dezember 2020

Znaida Vermouth ist wieder da!


Als ich vor vier Jahren an der «craft spirits» Messe in Berlin zum ersten mal den Wermut von Silvia Schneider probieren konnte, wusste ich - das könnte etwas für J.B. Labat sein.

Die Frau hinter dem Produkt ist sympathisch und das Produkt selber wird in kleinen Chargen und mit guten Zutaten hergestellt. Der weisse Wermut eignet sich wunderbar als Apéro auf Eis, aber auch für Cocktails. 

Wir importierten damals ein paar Flaschen, die auch guten Zuspruch in der Schweiz fanden. Nachdem wir nun schon lange keinen Znaida hatten, konnten wir nun endlich wieder mal eine grössere Menge bekommen.

Dank Thomas Kochan, der in Berlin einen wunderbaren Schnapsladen führt, konnten wir zwei Transporte zusammenlegen und somit die Kosten tief halten. 

Nur wenn sich kleine Händler und kleine Produzenten über die Grenzen zusammentun und sich gegenseitig aushelfen, haben sie auch eine echte Chance gegen die von Multis dominierte Szene. In dem Sinne; doppelten Dank nach Berlin aus Zürich. (pk)


Neuigkeiten

2. Dezember 2020

Helsinki Distillery


Wir sind stolz, ab sofort den Import und Vertrieb der Produkte der Helsinki Distillery zu übernehmen. Im Jahr 2014 eröffneten Mikko Mykkänen und Kai Kilpinen im Herzen der finnischen Metropole ihre Brennerei. Als Whisky Liebhaber war es vom ersten Tag an ihr Ziel, einen guten finnischen Whisky zu brennen. Auf dem Weg zu diesem Ziel entstanden aber noch viele andere, wunderbare Produkte.

Neben dem heute fast schon obligaten Gin, ist da zum Beispiel ein guter Applejack aus lokalen Äpfeln, Preiselbeerlikör oder ein kräftiges Aquavit. (pk)


1. Dezember 2020

Der Webshop ist online


Es hat lange gedauert und gab sehr viel zu tun. Doch nun haben auch wir einen Web-Auftritt inklusive «online-shop».

Bei einem Angebot von fast 2000 Produkten fällt da einiges an Arbeit an. Die ganzen Wirren die dann das Covid19 Virus noch in diesem Jahr hinterliess und -lässt, machten es auch nicht einfacher.

Wir freuen uns aber ungemein euch hiermit die neue Seite zu präsentieren und vor allem die Möglichkeit bei uns auch unkompliziert im «online-shop» einzukaufen.

Selbstverständlich bleibt aber unser eigentlicher Laden an der Brauerstrasse bestehen und wir freuen uns sehr über jeden persönlichen Kontakt. Die Erfahrung eines realen Einkaufs ist durch nichts zu ersetzten und wird es wohl so schnell auch nicht sein. Dazu kommt, dass wir nicht immer sämtliche Produkte im «online-shop» aufschalten werden.

Gewisse Raritäten oder limitierte Flaschen gibt es wohl zum Teil nur im «echten» Laden. Das Rumstöbern und sich inspierieren lassen soll sich ja auch noch lohnen. (pk)


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